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Transfergesellschaft

Ein höchst effektives Mittel zur schnellen Neupositionierung gekündigter Arbeitnehmer ist eine Transfergesellschaft nach § 111 SGB III.

Diese hat die Aufgabe, die Betroffenen für einen befristeten Zeitraum von maximal einem Jahr als neuer Arbeitgeber zu übernehmen und ihnen durch Beratung, Vermittlung und Qualifizierungen zu neuen Stellen zu verhelfen. Finanziert wird dies durch das Transfer-Kurzarbeitergeld und ergänzende Leistungen des abgebenden Unternehmens.

Die Unterstützungsmassnahmen sind ähnlich wie in der Transferagentur, finden aber erst nach dem Wechsel zum neuen Arbeitgeber statt:

  • Berufsorientierung – in Einzel- und Gruppenveranstaltungen werden den Teilnehmern alles vermittelt, was sie zur erfolgreichen Bewerbung wissen und beherrschen müssen.
  • Vermittlungs-Coaching – in einzelnen Sitzungen wird der Teilnehmer sowohl umfassend beraten als auch im gesamten Bewerbungsprozess betreut, dies erfolgt durch einen individuell zugewiesenen Coach.
  • Qualifikationsmaßnahmen – je nach Bereitstellung entsprechender Mittel durch das abgebende Unternehmen ist auch eine Ergänzung der Fertigkeiten möglich, vom Staplerschein über den Computerkurs bis zur Zusatzausbildung.
  • Vergütung – üblich ist die monatliche Zahlung von 80 % der bisherigen Nettovergütung, eine Arbeitsverpflichtung im eigentlichen Sinne besteht dagegen nicht. Der Arbeitnehmer kann sich voll auf seine berufliche Neuorientierung konzentrieren.

Oft ergibt die Kombination von Transferagentur und Transfergesellschaft zusammen das optimale Perspektivenmanagement, um die schnellstmögliche Rückkehr der Beteiligten in den Arbeitsmarkt herbeizuführen.